der Test
Bist du handysüchtig?
Zehn Aussagen, ein oder zwei Minuten. Bewerte jede für die letzten Wochen, ehrlich statt hoffnungsvoll. Der Wert wird direkt hier in deinem Browser berechnet. Deine Antworten werden nirgends gespeichert und nirgends hingeschickt.
dein Wert
10von 60
Niedrig. Auf dieser Skala ist dein Handy ein Werkzeug, das du in die Hand nimmst und wieder weglegst, und nichts hier deutet darauf hin, dass es dich steuert. Das Einzige, was ein Fragebogen nicht sehen kann, ist die Uhr, und die Uhr widerspricht manchmal.
Unter dem Grenzwert, aber mit ersten Anzeichen. Hier liegen viele: Einige Aussagen treffen teilweise zu, keine davon besonders stark. Achte vor allem auf die Aussagen, denen du am stärksten zugestimmt hast.
Genau auf der Grenze. Die ursprüngliche Studie zog sie bei 31 für Jungen und bei 33 für Mädchen. Ob du darüber liegst, hängt also davon ab, wer zählt. Nimm das als Grund, genauer hinzusehen, nicht als Urteil.
Über dem Grenzwert, den Forschende als Hinweis auf problematische Nutzung verwenden. Das ist keine Diagnose; ein Fragebogen allein kann keine stellen. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass dein Handy deinen Alltag stärker bestimmt, als du möchtest. Ein Anlass, genauer auf deine Nutzung zu schauen: wie viele Stunden, in welchen Apps und seit wann.
Deutlich über dem Grenzwert. Viele, die so hoch liegen, haben das bereits vermutet. Der Fragebogen zeigt zusätzlich, welche Aussagen am stärksten zu deinem Ergebnis beitragen und wo du ansetzen kannst. Wenn deine Handynutzung Schlaf, Arbeit oder Beziehungen beeinträchtigt und du allein nicht weiterkommst, sprich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Beratungsstelle. Dort nimmt man das ernst.
Diese Aussagen tragen am stärksten zu deinem Ergebnis bei
Du hast keiner Aussage zugestimmt. Dein Ergebnis setzt sich aus zehn niedrigen Einzelbewertungen zusammen.
Das ist ein Gefühl, gemessen. Die Tatsache ist die Uhr: wie viele Stunden, in welchen Apps, und ob es mehr wird. Dein iPhone zählt das bereits. finit bewahrt den Zähler über Jahre und stellt ihn deinem Leben gegenüber, ohne etwas zu blockieren und ohne Scham.
Woher die Fragen kommen
Die zehn Aussagen stammen aus der Kurzfassung der Smartphone Addiction Scale, die ein Forschungsteam um Min Kwon 2013 veröffentlichte und die seither in der Forschung eingesetzt wird. Die Skala wurde in viele Sprachen übersetzt und in Dutzenden Ländern geprüft, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen, für die sie ursprünglich entwickelt wurde.
Jede Aussage wird von 1 bis 6 bewertet, die Summe liegt also zwischen 10 und 60. In der ursprünglichen Studie mit 540 koreanischen Jugendlichen trennte ein Wert von 31 bei Jungen und 33 bei Mädchen diejenigen, die Fachleute als gefährdet eingestuft hatten, am besten vom Rest, und erfasste etwa neun von zehn. Spätere Studien mit Erwachsenen haben die Grenze an derselben Stelle gezogen, plus oder minus einen Punkt: Eine Studie von 2025 mit 530 Studierenden in Honduras legte sich auf 32 für alle fest. Wir haben die Formulierungen behutsam modernisiert: Aus Smartphone wurde Handy, aus Twitter oder Facebook wurden soziale Medien, aus „schwach“ wurde „eher“. Die Aussagen, ihre Reihenfolge und die sechsstufige Skala sind die des Originals.
Was der Wert sagen kann, und was nicht
Er kann dir sagen, ob deine Handynutzung die Form eines Problems hat: der Kontrollverlust, die Unruhe ohne Handy, die Leute um dich herum, die es bemerken. Das ist ein echtes Signal und der Grund, warum es die Skala gibt.
Diagnostizieren kann er dich nicht, denn eine solche Diagnose gibt es nicht. Handysucht steht in keinem der beiden Handbücher, mit denen Ärztinnen und Ärzte arbeiten, weder im ICD-11 noch im DSM-5; der nächste Eintrag ist die Computerspielsucht. Forschende sprechen aus gutem Grund von problematischer Smartphone-Nutzung. Ein Wert über der Grenze heißt: genauer hinsehen. Nicht: du bist krank.
Und ein niedriger Wert ist kein Freispruch. Ein Fragebogen fragt, wie sich das Handy für dich anfühlt, aus dem Gedächtnis, und das Gedächtnis ist eine schlechte Uhr: Als Forschende verglichen, was Menschen über ihre digitale Mediennutzung sagten, mit dem, was ihre Geräte aufgezeichnet hatten, stimmten die beiden nur mäßig überein. Die Zahl, die es entscheidet, ist die Zeit. Dein iPhone zählt sie bereits, App für App. finit bewahrt diesen Zähler, Tag für Tag, über Jahre, und stellt ihn deinem Leben gegenüber. Es blockiert nie und beschämt nie. Es zeigt dir den Verlauf, und du entscheidest.
Fragen
Ist Handysucht eine echte Diagnose?
Keine offizielle. Weder der ICD-11 noch das DSM-5 führen sie; der ICD-11 kennt die Computerspielsucht, den nächstliegenden Eintrag. Forschende sprechen deshalb von problematischer Smartphone-Nutzung, und Fragebögen wie dieser suchen danach. Ein Screening sortiert Menschen in „genauer hinsehen“ und „wahrscheinlich nicht“. Eine Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt, mit dir im Raum.
Wie wird der Wert berechnet?
Jede Aussage wird von 1 bis 6 bewertet, und die zehn Bewertungen werden zusammengezählt, der Wert liegt also zwischen 10 und 60. Die Grenze bei 31 für Jungen und 33 für Mädchen stammt aus der ursprünglichen Studie, wo sie die Jugendlichen, die Fachleute als gefährdet eingestuft hatten, am besten vom Rest trennte. Wir zeigen dir, welche Aussagen deinen Wert tragen, weil die Summe allein das verbirgt: Eine 34 aus Unruhe und eine 34 aus Nackenschmerzen sind zwei verschiedene Geschichten.
Wird mein Ergebnis irgendwo gespeichert?
Nein. Deine Antworten und dein Wert werden von dieser Seite in deinem Browser berechnet und gehen nirgendwohin: nichts gespeichert, nichts verschickt, kein Konto, unter dem sie abgelegt würden. Das Einzige, was wir zählen, ist, dass ein Test begonnen und dass einer beendet wurde. Nicht, wie er ausging.
Ich liege hoch. Und jetzt?
Zuerst: Hol dir die tatsächliche Zahl. Die Bildschirmzeit deines iPhones zeigt dir die letzten Wochen, App für App, und finit bewahrt sie über Jahre. Ein Wert ist ein Gefühl; eine Zahl ist ein Anfang. Dann nimm dir die eine App vor, die den größten Teil davon trägt, und lies unsere Anleitung, wie du Bildschirmzeit reduzierst, ohne irgendetwas zu blockieren.
Kleine Regeln wirken besser, als man denkt. In einem Experiment des Schweizer Fernsehens SRF probierten 86 Menschen eine Woche lang vier davon aus. Das Handy bei Mahlzeiten und Gesprächen wegzulassen senkte die Zahl der Aktivierungen um einen Drittel, und alle vier zusammen senkten die Bildschirmzeit um etwa einen Viertel. Es war eine Woche und nicht repräsentativ, aber der Versuch hat nichts gekostet.
Wenn dich das Handy Schlaf, Arbeit oder Beziehungen kostet und du allein nicht aufhören kannst, sprich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Beratungsstelle. Sie nehmen das ernst.
Kann ich den Test wiederholen?
So oft du willst. Er fragt nach den letzten Wochen, ein zweiter Durchgang nächsten Monat ist also ein fairer Vergleich, sofern du beide Male aus derselben ehrlichen Haltung antwortest. Sonst vergleichst du Stimmungen, nicht Wochen.
Quellen
- Kwon, M., Kim, D.-J., Cho, H., Yang, S. (2013). The Smartphone Addiction Scale: Development and Validation of a Short Version for Adolescents. PLOS ONE, 8(12), e83558. Veröffentlicht unter einer Creative-Commons-Namensnennungslizenz; die Aussagen oben sind aus dem Anhang S1 übertragen. doi.org
- Hidalgo-Fuentes, S., Martínez-Álvarez, I., Llamas-Salguero, F., Pineda-Zelaya, I. S., Merino-Soto, C., Chans, G. M. (2025). Psychometric properties of the smartphone addiction scale-short version (SAS-SV) in Honduran university students. PLOS ONE, 20(7), e0327226. 530 Studierende, Grenzwert 32. doi.org
- Weltgesundheitsorganisation. Addictive behaviours: gaming disorder (ICD-11). who.int
- Parry, D. A., Davidson, B. I., Sewall, C. J. R., Fisher, J. T., Mieczkowski, H., Quintana, D. S. (2021). A systematic review and meta-analysis of discrepancies between logged and self-reported digital media use. Nature Human Behaviour, 5, 1535-1547. doi.org
- SRF Einstein (2024). Handysucht: Smartphone-Detox, 5 Strategien im SRF-Test. 86 Teilnehmende, eine Woche; der Sender kennzeichnet die Ergebnisse als nicht repräsentativ. srf.ch